Bremen – Hafenstadt trifft Weltkulturerbe

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Das bekannteste Wahrzeichen der Hansestadt an der Weser ist die Bronzestatue der Bremer Stadtmusikanten. Esel, Hund, Katze und Hahn zogen – der Legende nach – aus, um in Bremen ein besseres Leben zu führen. Ob sie es Bremer Rolandgeschafft haben? Das weiß heute niemand mehr so genau. Doch viele Besucher umfassen, so wie es der alte Aberglaube gebietet, immer noch gerne die Vorderhufe des Esels um bei der Glücksfee Fortuna einen Wunsch offen zu haben.
Bremen hat allerdings noch wesentlich mehr zu bieten. Freunden architektonischer Baukunst sei aufs Wärmste das Bremer Rathaus am Bremer Marktplatz ans Herz gelegt. Als über 600 Jahre altes Meisterwerk der Gotik wurde es 2004 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Vom Rathaus aus schalten und walten die Bremer Politiker bis heute über die lokalen Ereignisse.
Direkt vor dem Rathaus erhebt sich mit über 10 Metern Höhe der Bremer Roland, ebenfalls Weltkulturerbe. Die in Stein gemeißelte Figur steht seit jeher für die Freiheit des Stadtstaates Bremen.
Doch Bremen hat auch eine dunkle Seite. Einer dieser Sehenswürdigkeiten ist der berüchtigte Spuckstein, an dem die Giftmörderin Gesche Gottfried im 19. Jahrhundert enthauptet wurde. An dieser Stelle wurde in das Kopfsteinpflaster ein dunkelgraues Steinquadrat eingelassen. Aus Abscheu vor ihren entsetzlichen Verbrechen, spucken die Bremer Bürger auch heute noch gerne auf diesem Stein aus.
Freunde lukullischer Genüsse kommen in Bremen voll auf ihre Kosten. Im Bremer Ratskeller können Kenner und solche, die es werden wollen, den ein oder anderen guten Tropfen genießen. Ausschließlich deutscher Wein geht im Ratskeller über den Ausschank. Und der Gast befindet sich hier in vorzüglicher Gesellschaft: Persönlichkeiten wie Heinrich Heine, Theodor Fontane und sogar Kaiser Wilhelm der Zweite waren gern gesehene Gäste in diesem lukullischen Garten Eden.
Aus der Vergangenheit in die Gegenwart: Eine der ganz großen Sehenswürdigkeiten in Bremen ist das Loriot-Sofa. Ein überdimensional großes Sofa aus Bronze, auf dem, ganz in Gedenken an Victor von Bülow, kurz Loriot, ein Mops Wache hält. Von Bülow war dafür bekannt, ein erklärter Freund dieser Hunderasse zu sein. Das Sofa ist ein gern geknipstes Fotomotiv. Das Originalsofa steht im Foyer des Radiosenders Radio Bremen.
Ganz genau genommen gehört der Werdersee nicht zu den bekannten Sehenswürdigkeiten Bremens. Und doch ist der zentral gelegene See ein ideales Erholungsgebiet für Sportbegeisterte – seien es nun Spaziergänger, Jogger, Hundefreunde oder einfach Sonnenanbeter. Das Wasser des Sees besitzt eine hervorragende Qualität und lädt zum erfrischenden Sprung ins kühle Nass ein. Ein absolutes Highlight ist die jährlich stattfindende „Bremer Ruderregatta“. Auch an Plätzen zum Angeln mangelt es nicht.
Zu den weiteren achitektonischen Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt auch ohne Zweifel das Gebäude des Universums Bremen in Form eines riesigen Wales. Themen aus den Bereichen Mensch, Natur und Technik werden hier ausgstellt.
Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Hansestadt ist die sogenannte Schlachte. Der ehemalige Uferhafen ist über 800 Jahre alt und lockt Besucher aus aller Welt mit mannigfaltigen Lokalitäten, in denen eingekehrt werden kann. Hier treffen sich heute jung und alt um im Flair des Bremer Hafens gastronomischen Genüssen zu frönen.