Das Bremer Theater

Die hiesige Bühne gilt gemeinsam mit der Oper, dem Schauspiel, dem Tanztheater und dem MoKS als sogenanntes Vierspartentheater der Stadt. In allen 4 genannten Spielstätten finden mehr als 1.400 Zuschauer Platz. Bereits

„Theater am Goetheplatz Zuschauerraum“ von Jörg Landsberg - Theater Bremen. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons -
„Theater am Goetheplatz Zuschauerraum“ von Jörg Landsberg – Theater Bremen. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons –

seit 1820 ist für die Stadt ein eigenes Orchester nachweisbar und seit 1917 eine eigene Bühne, die allerdings erst ab 1962 unter dem Intendanten Kurt Hübner internationale Berühmtheit erlangen konnte. Seinerzeit war die Bühne hier sehr avantgardistisch geprägt und geradezu eine Experimentierbühne in der deutschen Bühnenlandschaft. Schon vor der Etablierung der hiesigen Spielstätte, im Jahre 1910, hatte es in der Stadt ein bescheidenes Schauspielhaus gegeben. Während der Zeit des Nationalsozialismus bemühte sich die hiesige Bühne, nicht dem Mainstream der Naziideologie zu verfallen. So wurden während dieser Zeit Stücke von Erich Kästner (allerdings unter dem Namen Robert Neuner) hier offiziell aufgeführt, dessen Bücher von den Nazis öffentlich verbrannt worden waren. Bereits 10 Tage nach kriegsende liefen bereits wieder Bemühungen an, um das Bremer Theater zu reaktivieren. 1949 wurde die Theater der Freien Hansestadt Bremen GmbH gegründet, die gemeinsam mit den Bremer Kammerspielen die Spielstätte betrieb. Heute sind an der Bühne 447 Mitarbeiter, darunter 89 Schauspieler, Chormitglieder und Tänzer beschäftigt.

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