„Wir sind unverhandelbar“: 21. Auflage des CSD in Oldenburg

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Police officer in front of a crowd

Oldenburg. Der 21. Christopher Street Day (CSD) steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wir sind nicht verhandelbar“. Die Veranstalter erwarten zu ihrer Demonstration am Samstag, 18. Juni, erneut mehr als 10.000 Teilnehmende und haben darüber hinaus ein umfangreiches Programm entworfen.

Für Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist der CSD ein wichtiger Beitrag zum toleranten Leben in Oldenburg: „Der Christopher Street Day ist nicht nur ein Tag, um kreativ und bunt politische und gesellschaftliche Forderungen öffentlich zu formulieren, er ist auch ein Tag der Begegnung. Ein wichtiger Schritt, um Ängste und Vorbehalte gegenüber Menschen, die anders leben, abzubauen.“

Den Auftakt der Veranstaltungen macht die 3. CSD-Gala, die erneut im Staatstheater Oldenburg und unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann stattfindet. Auch die CSD Filmrolle wird es wieder geben. Vom 4. bis 11. Juni ist das CineK Anlaufpunkt für alle Freunde und Freundinnen des queeren Films. Vier Filme hat das Team von Rollenwechsel mit seinen Kooperationspartnern ausgesucht. Die Filme sind „Queen of Amsterdam“ (4. Juni, Niederlande 2013), „Pink Pact“ (6. Juni, Brasilien 2014), „Grandma“ (9. Juni, USA 2015), „All About E“ (11. Juni, Australien 2015).

Ein Erfolg war der letztjährige Diversity Tag, der maßgeblich vom Völklinger Kreis organisiert wurde. Ein Dutzend Firmen und Betriebe konnten überzeugt werden, sich im Rahmen des CSD klar zur Vielfalt zu bekennen, und haben die Charta der Vielfalt unterschrieben. Am Dienstag, 7. Juni, wird das Staatstheater Oldenburg Gastgeber des Diversity-Tages 2016 sein. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen. Informationen und Anmeldung für Firmen und Personalverantwortliche sowie potentielle Unterzeichner gibt es unter www.oldenburg.de/diversity.

Unbedingt vormerken sollten sich alle Christen den Sonntag, 12. Juni. Dann findet in der St. Lambertikirche wieder der Gottesdienst zum CSD Nordwest statt. Es gilt, ein kleines Jubiläum zu feiern. Bereits zum 5. Mal lädt die Kirchengemeinde zu diesem Ereignis ein. Unter dem Motto „Und Sie fingen an, fröhlich zu sein“ beteiligen sich erneut viele Gruppen sowie Künstlerinnen und Künstler an der Gestaltung.

Schon Kultstatus hat die Nacht der kleinen Künste. Zum nunmehr 19. Mal eröffnet sie das CSD Wochenende am Freitag, 17. Juni. Um 19.30 Uhr heißt es Licht aus, Spot an und Bühne frei für tolle Künstler: Donial Kalex jongliert, Sascha Korf improvisiert, Vanessa Maurischat komponiert und das Lumpenpack intoniert.

21. Demonstration zum CSD Nordwest
Nur wenige Stunden bleiben nach diesem Auftakt, um sich bereit zu machen für das Wichtigste: die Demonstration. Diese startet wie gewohnt um 12 Uhr in der Rosenstraße. Der LuST e.V. wird erneut für Schilder mit Forderungen, Regenbogenfahnen und Ballons sorgen. Zum Abschluss wird es wie gewohnt einen Mix aus Kundgebung und Kulturfest auf dem Schlossplatz geben. Als Redner fest zugesagt hat Johannes Kahrs (SPD). Ebenfalls wird die Stadt Oldenburg vertreten sein und auch der LuST e.V. wird das Wort ergreifen. Daneben werden auf dem Schlossplatz wieder zahlreiche Informationsstände vertreten sein.

Eine Neuerung wird es hinsichtlich der großen Abschlussparty geben, denn die Night of The Pride zieht um: Wenn auf dem Schlossplatz langsam die Lichter ausgehen, geht es im Molkerei Klub am Westkreuz weiter. Nach mehreren Jahren in der Kulturetage wechselt damit der Ort. Die Räumlichkeiten sind brandneu hergerichtet, moderne Licht- und Soundtechnik garantieren bestes Partygefühl. Als DJ wurde Denny D verpflichtet.

Timetable
•    Samstag, 28. Mai: 3. CSD-Gala, Staatstheater Oldenburg
•    Samstag, 4. Juni, bis Samstag,11. Juni: CSD Filmrolle, Cine K
•    Dienstag, 7. Juni: 3. Diversity-Tag, Staatstheater Oldenburg
•    Sonntag, 12. Juni: Gottesdienst, St. Lamberti-Kirche
•    Freitag, 17. Juni: Nacht der kleinen Künste, Kulturetage Oldenburg
•    Samstag, 18. Juni: Demonstration (12 Uhr, Rosenstraße), Abschlusskundgebung (14 Uhr, Schlossplatz), Night of The Pride (21 Uhr, Klub Molkerei)

Weitere Informationen und Termine gibt es im Internet unter www.csd-nordwest.de.

Der CSD Nordwest in Oldenburg wird seit 1995 vom Lesben- und Schwulentag Nordwest e.V. (LuST e.V.) organisiert und verantwortlich ausgerichtet. Termin ist jeweils der 3. Samstag im Juni. Die Namensgebung „Nordwest“ bedeutet, dass es sich um den gemeinsamen Christopher-Street-Day der Metropolregion Bremen-Oldenburg handelt, der darüber hinaus weit in das nordwestliche Umland ausstrahlt. Andererseits reflektiert die Bezeichnung auch darauf, dass der CSD Nordwest die Arbeit vieler Organisationen von Norden über Emden, Leer, Wilhelmshaven und Meppen bis hin zu Bremen und Oldenburg einbezieht. Der Charakter als „CSD einer Region“ ist bis heute erhalten.

Mit mittlerweile rund 10.000 Menschen, die an der Demonstration des CSD Nordwest und der anschließenden Kundgebung teilnehmen, gehört dieser CSD zu den größten Deutschlands. In Norddeutschland ist der CSD Nordwest nach Hamburg die Demonstration mit der größten Bedeutung.