Pokémon Go: Ein teures Ei – durch Verkehrskontrolle

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Am vergangenen Sonntag fiel in der Bahnhofstraße in Wilhelmshafen neben der Nordseepassage ein PKW auf, der mit Schrittgeschwindigkeit und damit auffällig langsam durch die leere Fußgängerzone fuhr. Zumal der Bereich dort für den Fahrzeugverkehr grundsätzlich gesperrt. Bei der Annäherung an das Fahrzeug sahen die Polizeibeamten, dass der Fahrer ein Smartphone in der Hand hielt und intensiv darauf schaute. Bei der Kontrolle lüftete sich schnell das Geheimnis: Es war das Smartphone des Sohnes, der hinten saß. Der Fahrzeugführer erklärte, dass die langsame Geschwindigkeit notwendig sei, da er gerade für seinen Sohn Pokémon Go spiele und ein Ei ausgebrütet werden solle.

Stolz zeigte der Sohn den Beamten auf dem Bildschirm das gewonnene Ei. Ärger über das eigene Verhalten kam dann aber beim Vater auf. Ihn kostet die Benutzung des Mobiltelefons während der Fahrt 90 Euro und einen Punkt. Da fallen die 20 Euro Verwarngeld für das unerlaubte Befahren der Fußgängerzone kaum noch ins Gewicht.