Sicherheit der Trinkwasserqualität und Infrastruktur ist größte Herausforderung

Was bedeutet die neue Düngeverordnung für den Grundwasserschutz? Wie lässt sich die Löschwasserversorgung der Feuerwehren optimieren? Und was bedeutet die fortschreitende Digi­tali­sierung für die Trink­wasser­versorgung? Rund 30 Geschäftsführer von Trinkwasserversorgern aus ganz Niedersachsen tauschten sich am Dienstag und Mittwoch während einer Zusammenkunft des Wasser­ver­bands­tags (WVT) in Varel über aktuelle Entwicklungen der Branche aus. Ausrichter war der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV).

„Die Bereitstellung ausreichender Mengen zur Deckung des steigenden Wasserbedarfs sowie der Schutz der hohen Qualität und der Infrastruktur stellen für die Branche die größten Herausforderungen dar. Hierbei gewinnt insbesondere die Digitalisierung (Wasserwirtschaft 4.0) zunehmend an Bedeutung“, fasste WVT-Geschäftsführer Godehard Hennies die Ergebnisse zusammen.

OOWV-Vorsteher Sven Ambrosy betonte die Bedeutung des Grundwasserschutzes für die Trink­wasser­versorgung und begrüßte in diesem Zusammenhang die Novelle der Düngeverordnung. „Sie ist ein erster wichtiger Schritt, um den Schutz unserer Ressourcen stetig und nachhaltig zu verbessern“, sagte er. Durch strengere Düngeregeln soll eine Trendwende bei den seit Jahren steigenden Nitratwerten im Grundwasser erreicht werden. „Der Erfolg hängt maßgeblich von der Akzeptanz und somit von der Umsetzung der neuen Vorgaben, gerne auch in Form von verstärkten, nachhaltigen Kooperationen mit der Landwirtschaft und auch von effektiven Kontrollen ab“, sagte Sven Ambrosy.

 Für OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht ist die Neufassung der Düngeverordnung in erster Linie ein „vernünftiger politischer Kompromiss“. Sie sei ein Startsignal für weitere Anstrengungen aller Beteiligten im Ressourcenschutz. Weitere Schritte wie beispielsweise die Einführung einer Stoffstrombilanz seien erforderlich, um die Nitrateinträge wirksam zu reduzieren.

Specht ging außerdem auf die Löschwasserversorgung in Städten und Gemeinden ein. „Der OOWV versteht sich als Partner der Kommunen in der Löschwasserversorgung“, betonte er und warb für einen Dialog mit allen Beteiligten: „Wir tauschen uns schon heute regelmäßig mit den Feuerwehren über die Anforderungen an eine zuverlässige Löschwasservorhaltung aus. Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit ist die Grundlage für die Entwicklung gemeinsamer Lösungen“, so Specht.

 

 

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